Yamaha AG03 Test – piaggiotopcom

Im Yamaha AG03 Test stellen wir dir den 3-Kanal-Mixer mit integriertem USB Audio Interface vor. Doch damit nicht genug: Ein Blick auf die Feature-Liste macht deutlich, dass in dem kleinen Mixer noch viel mehr steckt. Was das Yamaha AG03 alles kann, erfährst Du hier im Testbericht

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Im Yamaha AG03 Testbericht erfährst Du, warum es sich hier um mehr als einen Kompaktmixer handelt.

Was ist es?

Das Yamaha AG03 ist ein Mehrzweck-Mixer mit 3 Kanälen und einem integrierten USB Audio Interface. Damit ist das Yamaha AG03 ist eine komplette Schaltzentrale für dein mobiles Tonstudio: Mischpult, Audio Interface, Effektgerät und Monitor Controller in einem Gerät – und das auf wirklich kleinem Raum. Auch für Streaming- und Business-Anwendungen ist der kleine Mixer geeignet. Durch die clevere Loopback-Funktion, kannst Du alle Sounds vom Yamaha AG03 und dein Computer-Audio ins Internet streamen.

Yamaha AG03: 5 Features

  • 3-Kanal-Mixer mit Audio Interface
  • Hochauflösende Aufnahme und Wiedergabe mit 24 Bit / 192 kHz
  • Pad-Schalter
  • „D-PRE“-Mikrofon-Vorverstärker
  • Loopback Funktion

Yamaha AG03 Testbericht

Erster Eindruck

Das Yamaha AG03 kommt gut verpackt in einem platzsparenden Karton. Ausgepackt fallen die kompakten Abmessungen und das wertige Metallgehäuse auf, dass tatsächlich nicht ins Gewicht fällt. Nicht einmal ein Kilogramm bringt der kleine Mixer auf die Waage. Vor dem Hintergrund der mobilen Anwendung gibt es dafür schon einmal volle Punktzahl.

Auf der Unterseite sind vier kleine, gummierte Füßchen, die dem Mixer die nötige Standfestigkeit für den Studiotisch mitgeben. Es rutscht nicht und steht stabil.

Die fünf griffigen Drehregler lassen sich sehr gut bewegen und bringen den nötigen Widerstand für feine Einstellungen mit. Gleiches gilt für die Taster. Der einzige Fader ist leichtgängig und lässt sich gut betätigen.

Im Lieferumfang des Yamaha AG03 befindet sich eine Cubase-AI-Lizenz und ein USB-Kabel.

Anschlüsse am Yamaha AG03

Auf der Vorderseite des Mixers ist auch der Großteil der Anschlüsse zu finden. Folgende Anschlüsse sind an Bord:

  • USB-Anschluss
  • AUX-Eingang mit 3,5 mm Stereo-Miniklinke
  • Mikrofon-/Line-Eingang
  • XLR/Klinke Combo-Stecker
  • 3 Line-Eingänge 6,3 mm Klinke (einer für Hi-Z)
  • Headset-Anschluss 2x 3,5 mm Mini-Klinke
  • 2 Line-Ausgänge 6,3 mm Klinke
  • 2 Line-Ausgänge Cinch
  • Stereo Kopfhörerausgang mit 6,3 mm Klinke
  • Fußschalter-Anschluss

Das kompakte Mischpult kann insgesamt vier unterschiedliche Eingangssignale simultan aufnehmen. Über die Kanäle 2 und 3 kannst Du wahlweise eine Gitarre bzw. einen Bass in mono oder ein Keyboard in stereo anschließen. Sollte es benötigt werden, kannst Du in beiden Fällen etwas Gain mit diesem Schalter hinzugeben. Kanal 2 kann hier auf Hi-Z umgeschaltet werden.

Die Lautstärke des angeschlossenen Instruments kann ich direkt und einfach über den Regler einstellen. Direkt daneben steht dir der Lautstärkeregler für das Computer-Audio zur Verfügung. Damit lässt sich beispielsweise die Hintergrundmusik zu deinem Live-Stream, die von Spotify kommt oder die Soundeffekte, die Du am Rechner triggerst einstellen.

Über den AUX-Eingang kannst Du eine weitere Audioquelle hinzufügen – zum Beispiel dein Smartphone. Die Lautstärke für dieses musst Du allerdings in deiner App bestimmen.

Yamaha AG03 Test in der Praxis

Um den Mixer mit integriertem Audio Interface ans Laufen zu bringen, benötigst Du keine Treiber – weder für Windows noch für Mac. Die Stromversorgung kommt aus der Steckdose oder alternativ von deiner Powerbank.

Mikrofonanschluss am Yamaha AG03

Beginnend mit dem Anschließen eines Mikrofons wird der zweite Pluspunkt deutlich: Du kannst ein normales Kondensatormikrofon über XLR anschließen oder dein Headset über 2 Mini-Klinken (Kopfhörer + Mikrofon) nutzen. Sobald das Headset angeschlossen wurde, schalten sich der normale XLR-Mikrofoneingang und der Kopfhörerausgang aus.

An den XLR-Anschluss auf der Oberseite des Mixers kannst Du ein dynamisches oder ein Kondensatormikrofon anschließen. Für Kondensatoren verfügt der Mixer eine 48V-Phantomspeisung, die Du per Taster aktivieren kannst. Sollte der Pegel einmal lauter werden, kannst Du eine Dämpfung um 26 dB aktivieren – der Taster hierfür befindet sich direkt neben der Phantomspeisung.

Für den Eingangspegel steht dir eigener Gain-Regler zur Verfügung, der mit einer Peak-LED ausgestattet ist, die bereits leuchtet, wenn ein Pegel von -3 dB erreicht wird. Wie laut dein Mikrofon aufgenommen bzw. gesendet wird, stellst Du am Fader ein.

Am Mikrofonkanal über XLR stehen mit Kompressor und Hall zwei Effekte zur Verfeinerung des Sounds bereit. Diese sind zunächst nur an- und auszuschalten, können aber über die AG-DSP Software vom Hersteller in ihren Parametern verändert werden. Der Mikrofonvorverstärker ist rauscharm und klingt angenehm neutral.

USB Audio Interface

Wer schon einmal versucht hat, einen Sound vom Computer in Zoom oder Skype zu übertragen, kennt es: bei normalen Audio Interfaces ist das nicht möglich. Mikrofon ja, Computer-Audio nein.

Dazu braucht es eine Loopback-Funktion, wie sie der Yamaha AG03 an Bord hat. Erst mit dieser wird es möglich, das angeschlossene Mikrofon und den Sound aus dem Computer zu übertragen. Der klassische Anwendungsfall wäre beispielsweise den Sound eines Videos für seine Konferenzpartner hörbar zu machen.

Damit die abgespielten Sounds nicht willkürlich laut werden, hat der Hersteller einen Volumen-Regler vorgesehen. Mit diesem und all den anderen Bedienelementen ist es unkompliziert während der Übertragung die Lautstärken an die Bedürfnisse anzupassen.

Aufnahme und Wiedergabe bieten 24 Bit und bis zu 192 kHz. Damit steht das Yamaha AG03 keinem Audio Interface dieser Preisklasse nach.

Latenz beim Yamaha AG03

In Sachen Latenz kommt das Yamaha AG03 auf durchschnittliche Werte. Mit einem Buffer von 32 Samples landen wir bei knapp 7 ms – in meinem Fall kein Problem mit einem sehr, sehr schnellen Audiorechner.

Wenn wir realistischere Buffergrößen nutzen wie 64 und 128 Samples, kommen wir auf eine Latenz von 8,5 ms, respektive 11,5 ms. Für die angestrebte Nutzung als Audio Interface für Podcasting, Streaming oder virtuelle Konferenzen mehr als dicke ausreichend.

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Aufnahme-Modi am Yamaha AG03

Insgesamt drei Aufnahme-Modi stehen bereit. Darüber entscheidest Du, welche Schallquellen aufgenommen bzw. in deinem Stream zu hören sein werden. Mit „Dry“ werden Mikrofon und Instrument aufgezeichnet – ohne Effekte. Zwar sind die Effekte noch zu hören beim Monitoring, aber sie werden nicht aufgezeichnet.

Bei der Einstellung Input Mix werden alle Eingangssignale aufgezeichnet, so wie sie im Kopfhörer zu hören sind. Es können Mikrofon, Instrument, Smartphone und Computer gehört werden – der Computer wird aber nicht aufgezeichnet oder gestreamt. Das ist die Option, um über das Yamaha AG03 an einer virtuellen Konferenz teilnehmen.

Schließlich gibt es noch den Loopback-Modus, mit dem Du Podcasts und Live-Streams realisieren kannst. Hier sind die vier Quellen nicht nur zu hören, sondern werden auch noch in den Rechner aufgezeichnet oder gestreamt. In diesem Modus werden, genau wie bei der Option „Input Mix“, auch die Effekte auf der Stimme mit aufgezeichnet.

Monitoring

Das Monitoring erfolgt wahlweise über Studiomonitore oder Kopfhörer. Lautsprecher können entweder über Klinke oder Cinch angeschlossen werden. Die Lautstärke wird unabhängig von den Kopfhörern gesteuert. Außerdem lassen sie sich auf Knopfdruck stummschalten. Ein weiterer Pluspunkt.

Bei den Kopfhörern steht dir neben dem normalen Anschluss auch der Ausgang für das Headset zur Verfügung. Über den Headset-Ausgang können die Effekte allerdings nicht mitgehört werden. Sie werden dennoch aufgenommen.

Weitere Extras im Yamaha AG03 Test

Optional erhältlich ist ein Footswitch. Damit kannst Du die Effekte an- und ausschalten. Gerade für Liveübertragungen wird sich diese Anschaffung lohnen. Ebenfalls hervorzuheben ist die einfache Verwendung des Mixers mit einem iPad (ab 2. Generation). Hierfür benötigst Du ein Camera Connection Kit.

Praxis: Yamaha AG03 im Check

Fazit zum Yamaha AG03 Test

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